Waldbäume im Kleingarten - gartenfreunde-merseburg.de


Waldbäume in Kleingärten

Hier die Position des Landesverbandes!


Blautannen oder Fichten haben in einem Schrebergarten nichts zu suchen. 
Es gilt, den „Wildwuchs“ von Waldbäumen in den Kleingartenanlagen zwischen Arendsee und Zeitz einzudämmen.

Dabei geht es nicht um eine Hau-Ruck-Aktion und ein Fällen über Nacht. 

Schrittweise müsse aber manches stolze Exemplar gefällt werden, nur so lässt sich das charakteristische Bild in den fast 2000 Kleingartenanlagen im Bundesland erhalten. Man sollte beispielsweise den Wechsel eines Pächters nutzen, um die entsprechende Parzelle in Ordnung zu bringen. Augenmaß gehört dazu, um das durchzusetzen. Allein mit „preußischem Ordnungssinn und im Befehlston“ sollte kein Kleingärtnervorstand handeln. 

In der Vergangenheit ist viel gesündigt worden. Auch zu DDR-Zeiten gab es Regelungen, nach denen sich die Freizeitgärtner lediglich für Obstbäume in ihren Parzellen zu entscheiden hatten. Das wurde nicht immer ernst genommen. Ob aus dem Wunsch, einmal etwas anderes anzupflanzen, oder weil der Weihnachtsbaum im Blumentopf ein neues Plätzchen suchte, gelangte im Laufe der Jahre manches stolze Exemplar neben die Laube. Die gesetzlichen Regelungen sind vernünftig. Eine Tanne oder eine Eiche beeinträchtigt auf Dauer die Funktion eines Kleingartens. Morsche Äste stellen für Lauben eine Gefahr dar, das große Wurzelwerk stört den Anbau von Obst und Gemüse.

Der Vorwurf, es werde überreglementiert, zählt nicht. Entscheidend ist die Nutzung der Anlagen. Nur weil in ihnen Gartenbau und Erholung eine Einheit bilden, bleiben die Pachtsätze niedrig. Verlieren sie diesen Charakter und entstehen Wochenendgrundstücke, haben die Eigentümer das Recht, deutlich höhere Zahlungen zu verlangen. Das kann leicht ein Vielfaches des bislang Üblichen sein.